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Kapstadt und Gardenroute, Süd-Afrika April 2007

Wir (Conny und Dieter) werden wie immer mit den besten Wünschen nach Kapstadt verabschiedet: 'Kommt lebend und ohne Schussverletzung aus Afrika wieder'.
Da dies bereits unsere fünfte Reise ins südliche Afrika ist, die wir unbehelligt überlebt haben, sind wir optimistisch.

Kapstadt, Traumstadt am Tafelberg

Tafelberg

Strand

Kapstadt allein und die südliche Halbinsel mit dem Kap der Guten Hoffnung ist eine lohnenswerte Reise und Stoff für mindestens einen Reisebericht. Kaum eine Stadt ist fantanstischer gelegen.

Der Tafelberg ist die touristische Attraktion in Süd-Afrika. Den Gipfel (1.086 Meter) erreicht man entweder zu Fuß, auf Wanderwegen oder wie wir mit der Seilbahn. Der Besuch des Tafelbergs lohnt nur bei gutem Wetter. Oft ist der Berg von Wolken eingehüllt. Also unbedingt die Gelegenheit wahrnehmen und bei guter Wetterlage den Tafelberg besuchen. Bevor ihr einen Flug bucht zum nächstgelegenen Airport Cape Town International, z.B. über Suchmaschinen wie Fly, prüft den Wetterbericht und wählt nur klare Tage aus, dann wird es ein unvergessenes Erlebnis.

Der Tafelberg zählt zum Weltnaturerbe.

Waterfront

Tanzeinlage an der Waterfront

Die Waterfront, nördlich der Innenstadt am Hafen gelegen, war früher ein verwahrlostes Werftviertel. Heute gehört die Gegend, eine Mischung aus historischen Hafengebäuden und Neubauten, zu den größten Touristenattraktionen der Kapprovinz. Auf kleinem Raum gibt es Restaurants, Kneipen, Geschäfte und Kinos. Es ist immer viel los, besonders am Wochenende. Die Läden haben lange geöffnet. Man kann sich hier auch nachts sicher fühlen.

Clocktower

Waterfront Böllerschüsse

Um 12 Uhr versammeln sich viele Touris in der Nähe des Clock Towers. Um 12 werden dort nämlich Böllerschüsse abgegeben, zum Teil in alten Uniformen, zum Teil in Natogrün. Die Kanone vom Signal Hill gibt Antwort.









Auf dem Reise-Weg nach Muizenberg und Boulders, die Herren im Frack

Badehütten in Muizenberg

Badehütten in JamesTown

Unser Plan sah eigendlich etwas anders vor, aber wir fahren heute Richtung Kap, da die Sonne zwischen den Wolken durchscheint. Bis Muizenberg geht es über die Schnellstraße. Die Badehütten liegen irgendwie nicht richtig auf unserer Route und so finden wir die ersten in James Town. Auf der Rückfahrt entdecken wir die Hütten dann auch in Muizenberg, man muss dazu in die Stadt reinfahren.




Bouldes Hinweisschild

Pinguine am Strand

In Simon’s Town stehen schon große Hinweisschilder zu den Pinguinen, der einzigen Pinguinkolonie in Afrika. Es handelt sich um Brillenpinguine die Art die hier vor dem Aussterben bewahrt wurde. Das Gebiet gehört zum Nationalpark Table Mountain und ist professionell ausgebaut mit Stegen und Plattformen von denen man aus die Pinguine beobachten kann. Die ersten Brillenpinguine kamen 1984 an den Boulders Beach, den Strand von Simons Town. Inzwischen siedeln dort etwa 3.000 Vögel. Ein Besuch ist ein absolutes MUSS. Am Strand von Boulders können die Temperaturen im Sommer auf über 40 Grad Celsius klettern. Im etwa 16 Grad kalten Atlantikwasser finden die Pinguine jederzeit Abkühlung. Die meisten Pinguine in Boulders nisten unter Bäumen, in der Nähe des Strandes.

Pinguine am Strand

Pinguine am Strand

Über Holzstege geht es zum Strand, überall im Gebüsch liegen Pinguine und brüten. Am Strand sind Hunderte, viele haben sich Löcher gegraben, in denen sie entweder ihre Eier oder ihre Jungen haben. Die jungen Pinguine sehen flauschiger aus und sind noch nicht so schwarz-weiß, sondern eher dunkelgrau. Nach hunderten, oder sind es tausende, von Fotos fahren wir weiter in Richtung Kap.


Den Strand, an denen man mit den Pinguinen baden kann, finden wir erst an unserem letzten Tag, an dem wir die die Pinguine ein zweites Mal besucht haben. Auf einem Plan aus der Touristik-Info kann man ersehen, wo der Strand ist, an dem man die Pinguine life treffen kann und wir haben es noch mal versucht. Erst dachten wir, dass wir uns vertan haben, denn wir werden über Holzstege wieder an die gleichen Brutplätze geführt, die wir schon kennen. Auf dem Rückweg sehen wir noch ein Dassie (so was wie ein Murmeltier), dann gehen wir aber an den "normalen" Strand von Boulder und siehe da, tatsächlich sonnen sich mit uns einige Pinguine auf den Felsen, nur 1 Meter entfernt, fast zum anfassen, fantastische Fotos.

Pinguinepaar

Pinguinepaar

Handelt es sich um Freunde oder ein Paar?
Auf jeden Fall sind sie gut synchronisiert.

Pinguine sind monogam, sie bleiben fast immer ein ganzes Leben zusammen.
Genau wie die Menschen !!


Am KAP der - Stürme / - der guten Hoffnung

Leuchtturm am Kap

Blick auf den Diaz Strand

Die geografischen Koordinatendaten des Kaps der Guten Hoffnung lauten 34° 21' 26'' S, 18° 28' 25'' E. Der Ausblick am südwestlichsten Punkt Afrikas ist wunderschön. Der südlichste Punkt ist eigentlich das Kap Agulhas, etwa 80 Kilometer weiter östlich und vor allem circa 50 Kilometer südlicher.

Angekommen am Parkplatz des Leuchtturmes vermissen wir die Paviane, vor denen immer wieder gewarnt wird und die in jedem Reisebericht erwähnt werden. Natürlich wandern wir zu Fuß zum Leuchtturm hoch und nehmen nicht die Bahn (diese wurde in den letzten Jahren neu gebaut. Der Blick zum Diaz-Strand und zum Kap ist leider etwas diesig, obwohl die Sonne rauskommt und wir ohne Jacke uns zum Lighthouse hochquälen.

Hinweisschild

Das unvermeidbare Bild am KAP

Anschließend sparen wir uns den Auf- und Abstieg zum Cape of Good Hope und fahren mit dem Auto hin. Es ist, wie nicht anders erwartet, sehr windig am Kap der Stürme. Nachdem eine Truppe Asiaten sich hat fotografieren lassen, bekommen wir auch noch unser Bild von uns am Kap. Über Kommetje und den Chapman’s Peak Drive (ich finde ihn gar nicht so beeindruckend, schön ja, aber…) fahren wir wieder nach Camps Bay. Dort stellen wir fest, dass der Tafelberg ohne Wolken ist und düsen zur Bodenstation. Tatsächlich können wir um 17 Uhr die Gondel zum Table Mountain hoch nehmen. Oben ist es „sau“kalt, 10°C, man mag die Hände kaum aus den Taschen nehmen, da auch hier ein mehr als leichtes Lüftchen weht. Nach dem Essen gehen wir kurz in die Info am Clock Tower und buchen für den morgigen Tag eine Townshiptour und eine Fahrt zur Robben Island (die einzige Möglichkeit da hinzukommen, denn die Fähre ist für die nächsten 3 Tage ausgebucht, scheint öfter zu passieren.)


In den Townships von Kapstadt (Afrika)


Heute müssen wir eher frühstücken, da wir um 9.30 Uhr am Clock Tower zur Townshiptour abgeholt werden. Das Frühstück ist, wie fast bei allen B+B's, super üppig, zuerst kann man sich am Müslibuffet bedienen, dann gibt es Früchte und Joghurt, dann Eier nach Wahl mit Speck und Beilagen (Tomaten, sausage, beacon, mushroms), aber es ist auch, wie erwartet, afrikanisch. Die Lady serviert erst die Früchte, wenn die aufgegessen sind, fragt sie irgendwann nach den Eiern, die auch erst dann zubereitet werden (obwohl wir jeden Tag das gleiche nehmen). Zeit muss man schon haben in Afrika.

Pünktlich sind wir am Infocenter. Es ist sehr windig und an der Fähre nach Robben Island steht schon: 'cancelled due to the rough weather.' Also wird es wohl nichts mit der Inseltour.

Township mit Stromanschlüsse

Squatter-Camp

Zunächst geht es jedoch in die Townships. Erster Stopp ist der Distrikt Six, hier haben früher Schwarze gewohnt, bis die Stadt ihre Häuser abgerissen hat, heute stehen dort nur noch die Kirchen, die durfte man nicht mit dem Bulldozer niedermachen, ein Museum und die neu gebaute Universität. Viele Flächen sind noch unbebaut. Danach ging es nach Langa, dem ältesten Township Kapstadts.

Townships haben in Afrika eine lange Tradition, bis zum Ende der Apartheid waren die Townships für Weiße mehr oder minder tabu. Unsere europäischen Vorstellungen von Townships sind immer noch aus dieser Zeit geprägt. In den Townships wohnt heute nicht nur der arme Teil der Bevölkerung. Nach dem Ende der Apartheid etabliert sich dort ganz allmählich eine Mittelschicht. Es gibt sogar wirklich luxuriöse Häuser. Die Bewohner der Townshipvillen sind Lehrer, Angestellte, ja sogar Unternehmer und Ärzte - Menschen mit einem geregelten und guten Einkommen.
Khayelitsha ist das jüngste Township im Großraum Kapstadt. Es wurde 1983 gegründet und war für 40.000 Menschen geplant. Regierung und Hilfsorganisationen errichten in Khayelitsha und anderen Townships so genannte Low Cost Häuser. Das sind einfache Häuser aus Stein oder aus Holz mit einer Wohnfläche zwischen 27 und 32 Quadratmetern. Wenn die Häuser ans Stromnetz angeschlossen sind, gibt es Stromzähler, in die eine Chipkarte eingeführt werden muss - so wie bei aufladbaren Telefonkarten. Auf die Chipkarte wird ein bestimmter Betrag einbezahlt, und die Karte wird in den Stromzähler gesteckt. Diese Art der Stromversorgung funktioniert allerdings auch nur in den strukturierten Teilen der Townships.

Das eigentliche Problem in Afrika allgemein stellen die sogenannten Squatter-Camps da. Jeden Tag entstehen illegal neue, primitive Hütten. Sie besitzen weder fließendes Wasser noch Strom. Man schätzt, dass etwa 80 Prozent der fast immer aus anderen Teilen Afrikas illegal eingewanderten Menschen keine Arbeit haben und zwangsläufig in die Kriminalität abrutschen. Gemessen an den Einwanderungsproblemen Süd-Afrikas sind die Handvoll Boatpeople auf den Kanaren, die durch unsere Zeitungen geistern, eine Witznummer. In Khayelitsha, geplant für 40.000 Menschen, leben heute leben mehr als 1,5 Millionen. Entsprechend unzureichend sind die sanitären Einrichtungen.

Baptisten Gemeinde

Baptisten Prediger

Wir besuchen eine Baptistenkirche und nehmen eine halbe Stunde am Gottesdienst teil. Der läuft ganz anders ab als unserer. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen, die Leute sind deutlich jünger als unsere Kirchenbesucher und beim Gesang geht da fast die Post ab, es wird geklatscht und getanzt. Wir versuchen diese Stimmung mit diskreten Fotos einzufangen, es herrscht eine sehr positive und freundliche Atmosphäre.






Sangoma

Eingangs Schild des Sangoma

Etwa 200.000 Sangomas - traditionelle Natur- oder Wunderheiler - praktizieren in Süd-Afrika. Das sind weitaus mehr als Ärzte, die ihr Handwerk an einer Universität gelernt haben. Nach Schätzungen konsultieren am Kap 70 Prozent der Bevölkerung bei Gesundheitsproblemen einen Naturheiler. Die Naturheiler wissen um die Wirkstoffe von Pflanzen oder anderer Substanzen. Große Pharmakonzerne interessieren sich zunehmend für den noch ungehobenen Wissensschatz der Naturheiler. Manche Sangomas behaupten, auch AIDS heilen zu können. Für ihre gutgläubigen Patienten bedeutet das den vorzeitigen Tod. Die Zahlen sind erschreckend. In Süd-Afrika infizieren sich täglich 1.500 Menschen mit HIV. Die Epidemie breitet sich mit rasender Geschwindigkeit aus. Die durchschnittliche Lebenserwartung wird sich am Kap voraussichtlich von derzeit 60 Jahren auf 40 Jahre reduzieren.

Bei einem Sangoma machen wir halt und bekommen Einblick in die afrikanische Medizin – beeindruckend, seltsam, suspekt. Unser Führer erklärt uns das er natürlich auch zu einem Sangomas geht und der ihm immer helfen konnte.
Hier eine kleine Auswahl der Hilfsmittel (Apotheke), Schlangen und Affen sind immer dabei.

Sagoma Hilfsmittel

Sagoma Hilfsmittel

Sagoma Hilfsmittel































Süd-Afrika und der Wein

Groot Constantia

Weinkeller Groot Constantia

Süd-Afrika gehört zu den wichtigsten Weinproduzenten der Welt. Aus dem Land stammen Weine, die mittlerweile unter Fachleuten zu den besten der Welt gelten. Klasse statt Masse. Der Weinbau in Süd-Afrika hat eine lange Geschichte. Am 7. April 1652 betrat Jan van Riebeeck in der Tafelbucht beim heutigen Kapstadt südafrikanischen Boden. Die ersten Rebstöcke kamen per Schiff aus Frankreich. Bereits 1659 wurde der erste Wein gekeltert.

1679 wurde die zweite Stadt am Kap, Stellenbosch, gegründet; es ist noch heute das Zentrum des südafrikanischen Weinbaus.

Wir fahren nach Groot Constantia dem ältesten Weingut Süd-Afrikas und haben das Glück die letzte Kellertour des Tages mitzumachen nachdem wir das Museum besucht haben. Die Tour durch den Keller ist sehr interessant und anschließend dürfen wir noch 5 verschiedene Weine probieren, mit Anleitung zum richtigen Kosten.

Wir überlegen, ob wir uns nicht 1-2 Kisten schicken lassen sollen, bei einem Preis von 4€ pro Flasche eine Überlegung wert. Im Shop erfahren wir dann aber, das der Import einer Kiste mit 6 Flaschen fast 80€ kostet und somit verzichten wir und Dieter trinkt weiter Aldiwein. Vielleicht finden wir ja diesen Wein in Hildesheim auch so in einem Fachgeschäft. Robben Island haben wir leider nicht gesehen, aber ansonsten haben wir trotz Regen viel von Kapstadt und Umland gesehen und begeben uns auf die Gardenroute.

Die Reise Von Mossel Bay nach Knysna


Abendstimmung in Mossel Bay

Sciff des Batolomeu Diaz

Posttree

Mossel Bay, die Stelle an dem die erste Landung duch Europäer an der Ostküste gelang, Batolomeu Diaz 3.2.1488. Hier gibt es einen wunderschönen Strand, aber Muscheln, wie man vermuten könnte, gibt es nicht.

Um 9.30 Uhr haben wir alles gepackt und bringen unsere Post zum Post tree. Der Posttree ist heute ein Briefkasten in Form eines Seemannsstiefels. Seit Vasco da Gama 1797 hier landete, diente der alte Milkwoodbaum und die daran hängenden Seeschuhe als Nachrichtenbörse. Gegenüber besuchen wir auch noch gleich das Diaz-Museum und schauen uns sein Schiff an. Dieter hat leichte Probleme ein Foto davon zu machen, da andauernd irgendwelche Asiaten darauf herumturnen.


Strauß

Wir verlassen Mosselbay und fahren nach Oudtshoorn. Der Besuch einer Straußenfarm gehört zum Standardprogramm, da Conny vor 11 Jahren schon auf der Highgate-Farm war, entscheiden wir uns für die Safari-Straußenfarm. Wir haben Glück, denn eine viertel Stunde nach unserer Ankunft findet die nächste Führung statt. Nachdem wir den Straußenpalast Welgeluk von außen besichtigt haben, geht es zu den kleinen und großen Straußen. Diese Farm hat auch unterschiedliche Strauße aus unterschiedlichen Regionen, Emus aus Australien, rote Strauße aus Kenia (very aggressiv), Simbabwe-Blue und weiße.
Anschließend kam die peinliche Vorführung des Sitzen und Reitens auf einem Strauß. Gut, dass nur einer aus unserer Gruppe das wollte. Dazu wurde das Tier ganz schön eingezwängt in eine Holzstellage, damit überhaupt jemand es besteigen konnte. Zum guten Abschluss gab es ein Straußenrennen mit zwei Jockeys auf dem weiblichen Strauß „useless“ und dem männlichen „hopeless“. Natürlich gewann die Frau.

Blick vom BB auf Knysna

Um 2 Uhr brechen wir nach George und Knysna auf. Die Touristikinformationen in Knysna sind leider alle closed, da „workers day“ ist. Da Conny im Internet zu Hause eine Adresse samt Anfahrt einer deutschen Auswandererfamilie herausgesucht habe, rufen wir die erst mal an. Eigentlich will Dieter nicht unbedingt zu Deutschen. Diese fahren leider am nächsten Tag für 2 Monate nach Deutschland, haben aber einen Nachbarn, auch Deutsche, die selbstverständlich auch ein B&B besitzen. An die werden wir vermittelt. Unter Deutschen hilft man sich doch gerne, wir bekommen auch gleich einen Prospekt mit deutschem Netzwerk in die Hand gedrückt. Wir fahren also zur Panorama Lodge und die bringen uns zum „Haus Berlin“. Um 16 Uhr beziehen wir unsere Zimmer und brechen gleich auf, um den Sonnenuntergang an den Heads zu fotografieren. Der fällt aber wegen Nebel aus.

Wie jeden Morgen frühstücken wir um 8.30Uhr auf der Terrasse des B&B mit Blick auf Knysna. Barbara erzählt uns aus ihrem Leben und dass sie die Auswanderung nie bereut hat. Wir fahren weiter zum Tsitsikamma Park.


Tsitsikamma Park

Stormsriver Bridge im Tsitsikamma Park Bay

Stormsriver Schild im Tsitsikamma Park Bay

Der Tsitsikamma National Park wurde 1964 ins Leben gerufen - ist ein 80 Kilometer langer Küstenstreifen zwischen Nature's Valley und der Mündung des Storms River. Den Besucher erwartet hier eine weitgehend unberührte, intakte Naturlandschaft.

Hier gibt es Wellen ohne Ende, wir können uns kaum losreißen, wandern dann aber doch zunächst zum Storms River Mouth und der Hängebrücke darüber. Eine ganz schön wackelige Angelegenheit, besonders wenn mehrere Personen drübergehen.

Wildness im Tsitsikamma Park

Conny auf der Stormsriver Bridge

Felsen im Tsitsikamma Park

Die Wanderung hin und zurück ist wie Fitness-Training. Dauernd geht es hoch und runter auf Stufen, die auch noch unterschiedlich hoch sind. Mittags gehen wir ins Restaurant und gönnen uns toasted Sandwiches, wir sitzen auf einer Terasse direkt am Meer mit Blick auf zu dem berühmten Schietklipp - ein Fels im Meer, der ungewöhnlich hohe, laut donnernde Brandungswellen verursacht.

Anschließend machen wir noch ca. hundert Fotos von den Wellen, dann geht es zurück über Plettenberg und George.

Schietklipp im Tsisikammer Park

Schietklipp im Tsisikammer Park















Stellenbosch und Umgebung

Weingut in den Bergen

Stellenbosch ist das Sinnbild einer romantischen Stadt: Endlose Eichenalleen, gepflegte Parks und Gärten, viktorianische, georgianische, vornehmlich aber kapholländische Architektur in Reinkultur; lauschige Cafés, bezaubernde Restaurants und Lokale, in denen die Weine der Region kredenzt werden. Simon van der Stel (daher der Name Stel- en- bosch = Wald von Stel) gründete das Städtchen. Heute erstreckt sich das Weinanbaugebiet über 23 private Weingüter die zum Teil sehr romantisch gelegen sind.

Oom Samie se Winkel, Laden wie vor 200 Jahren





Oom Samie se Winkel, innen

Oom Samie se Winkel Schild

Um 13.45Uhr erreichen wir Stellenbosch und befürchten eine geschlossene Info vorzufinden, aber wir werden überrascht. Es sind unzählige B+Bs zur Auswahl, nach Preisen geordnet. Wir möchten am liebsten auf ein Weingut, aber das scheint nicht möglich zu sein. Wir suchen unserer Unterkunft nach dem Prospekt aus und verlassen uns nicht auf die Empfehlung der Lady. Das erweist sich später als Fehler. Groenvlei hatte aber wirklich den schönsten Prospekt im Bereich 250 bis 299 Rand aber unserer Meinung nach nur das Prospekt). Nachdem wir gebucht haben, fahren wir in die Dorpstraat und suchen Oom Samie se Winkel auf, den Dorfladen, der noch so aussieht wie vor 200 Jahren.

Im Pub „deAkker“, einer Studentenkneipe, essen wir zu Mittag, hier erreicht uns auch Christians Abitur-SMS, zur mündlichen Prüfung.



Abschlussbemerkung Conny und Dieter

Wieder einmal hatten wir einen sehr schönen Urlaub im südlichen Afrika (war ja auch unser Honeymoon trip mit 25 Jahren Verspätung). Er war ganz anders als unsere bisherigen Reisen nach Namibia, in den Krügerpark oder nach Kenia, ein bischen wie die Überschrift 'Afrika ohne Tiere'. Natürlich gibt es die Möglichkeit Gardenroute mit Krüger- oder Addo-Park zu verbinden, wir hatten diesmal nicht die Zeit.

Eins ist sicher, wir kommen bestimmt noch mal wieder !!!

Afrikanische Meinungen für Interessierte

Afrikanisch Meinungen unkommentiert in diesem Reisebericht, nicht gewertet und frei übersetzt aus dem Englischen.

  • Charles, ein Gast aus Johannesburg in unserer ersten Lodge, Finanzmanager für 25 Großunternehmen
    - hat Probleme mit Diebstahl, Township-Tour nein danke, hijacking including
    - früher konnte man in Joburg sicher überall auch nachts auf die Straße gehen, in den 70’er Jahren waren abends die Straßen schwarzenfrei.
    - Jeany, seine Frau hat ein eigenes Sozialprojekt, sie hat einer Frau, die mit Kind auf der Straße lebte ein Holzhaus bezahlt, wahrscheinlich so etwas wie unser Gartenhäuschen

  • Pax, oder auch Babsi genannt, unser Guide auf der Township-Tour,
    - lebt in Khayelitsha bei Cape town und wartet auf sein gemauertes Haus
    - der nächsten Generation geht es gut, alles wird besser und schwarz und weiß werden immer mehr gleichgestellt
    - super: jedes Haus, auch die Wellblechhütten haben Stromanschluss und einen nahe gelegen Wasseranschluss
    größtes Problem: kapitalistisches System, Arme werden ärmer und Reiche werden reicher - will die Ausbeutung beenden mit einer Kombination aus kapitalistischem und sozialistischem System, die meisten Leute sind glücklich, optimistisch, es passiert was, es wird besser
    - Schwarze wollen: ein Haus, ein Auto, ein stabiles Leben

  • Fahrer von Pax:
    - es gibt nur drei Telefonanbieter und ein Pay-TV, die bestimmen die Preise, und die Preise sind viel zu hoch Irgendwie scheinen sich die Schwarzen, die wir treffen, keinen Gedanken um Nahrung und Wohnung zu machen, das geht schon alles irgendwie. Lediglich über die Luxusartikel macht man sich Sorgen. Pay-TV in einer Wellblechhütte können wir uns schlecht vorstellen, aber gang und gäbe.

  • Barbara Hieckmann, „Haus Berlin“ in Knysn, hatte vorher ein Restaurant in Joburg,
    1968 ausgewandert mit Wolfgang, einem Koch, denn Fachleute wurden damals gesucht.
    - früher gab es keine Squattersiedlungen, die Schwarzen haben auf den Grundstücken der Weißen gelebt bei ihr lebten 11 Schwarze, obwohl nur 5 wirklich bei ihnen gearbeitet haben, sogar die Familien durften mit bei ihnen leben (echt großzügig).
    - ihre Enkelkinder gehen jetzt mit Schwarzen in die Schule und zu Geburtstagen werden die sogar eingeladen – meistens kommen die mit den Müttern, und auch die dürfen mit bei ihrem Sohn ins Haus….
    - hat Auswanderung nie bereut, ist ihre erste Aussage, als sie uns begrüßt, sprechen nur deutsch miteinander und kaufen Produkte, die den deutschen zumindest ähneln, wenn schon nicht deutsch sind, natürlich kennt man sich untereinander und Deutsche kaufen bei Deutschen. Ich habe geglaubt, sie wäre Südafrikanerin…

  • Gepäckträger am Flughafen:
    - er findet die deutsche Nationalmannschaft super, kann alle Spieler aufzählen: Klose, Lehmann, Kahn, Mertersacker ... er freut sich riesig auf 2010, Süd-Afrika wird zeigen was für ein tolles Land mit netten Menschen (ohne Kriminalität) es ist.
    - er läd uns ein, wir müssten unbedingt wiederkommen. (Machen wir!)